BJJ

Die 3 Aspekte des BJJ

Grundsätzlich lässt sich das BJJ in 3 Aspekte aufteilen. Allerdings muss dazu gesagt werden, dass sich diese drei Teile immer wieder überschneiden, so dass man BJJ eigentlich immer also grosses Ganzes betrachten sollte.

Selbstverteidigung

Hier werden Verteidigungen gegen typische Angriffssituationen auf der Strasse gelehrt und verinnerlicht.

Wettkampfsport BJJ

Das Sport BJJ ist die optimale und notwendige Grundlage für das “Vale Tudo” Training. Im Sportwettkampf sind weder Schlag noch Tritttechniken erlaubt. Man versucht den Gegner mit diversen Hebeltechniken oder Würgern zur Aufgabe zu zwingen.

Vale-Tudo/Freestyle-Fighting

Hier werden sowohl Schlag und Tritttechniken (aus dem Boxen bzw Thaiboxen), Würfe, sowie die kampfentscheidenden Gelenkhebel und Würger des Sport-BJJ verwendet. Diese Form ist jedoch nur für den fortgeschrittenen Schüler geeignet. Ein Anfänger muss zuerst lernen, wie man im Sport-BJJ die Techniken am sich wehrenden Kontrahenten anbringt und dann erst am Gegner, der zusätzlich noch mit Fäusten und Tritten angreifen kann.


BJJ als Kinderaktivität und Lebensunterstützer

BJJ macht auch den Kindern riesigen Spass. Jedes Kind liebt es, sich am Boden zu tollen. Durch das Lernen vom sicherem Fallen wird dem Kind auch ein wertvolles Instrument mitgegeben, das so mancher Verletzung vorbeugt.

Ein weiterer Aspekt ist, dass ganz besonders Kinder darunter leiden, wenn sie mit Angst durch den Alltag gehen müssen. Angst, dass der grobe “Bruno” wieder kämpfen will, einem wieder in den Schwitzkasten nimmt usw. Nach der Schulglocke beginnt das Zittern, ob Bruno wartet. Doch schon nach kurzer Zeit, beginnt nach der Schulglocke, mit ein bisschen Training das Lächeln…

Eines unserer grössten Anliegen ist es jedoch, den Kindern eine Plattform zu bieten, wo Sie sich auf freundschaftlicher Ebene und in familiärer Umgebung begegnen können, um Werte, wie soziale Kompetenz und Teamfähigkeit zu fördern, und einfach eine Menge Spass zu haben.

Das Kinder BJJ Training ist dazu da:

  • Spielerisch eine Kampfkunst (Sport- und Selbstverteidigungstechniken) zu erlernen.
  • ein komplettes Selbstverteidigungssystem zu unterrichten, welches dem Kind einen hohen Grad an Selbstvertrauen geben wird.
  • mit konditionsfördernden und den Fähigkeiten entsprechend orientierten Spielen die Koordination, motorische Fähigkeiten, Flinkheit und Flexibilität ihres Kindes zu steigern.
  • ihrem Kind zu helfen mit anderen klar zu kommen und sie mit Respekt zu behandeln.
  • den Kindern durch den Kampfsport soziale Werte wie Bescheidenheit, Würde und Disziplin näher zu bringen, was wiederum die Charakterbildung positiv Beeinflussen soll.
  • Aggressionskontrolle.

Das Training für Kinder und Teenager ist genau auf die Bedürfnisse dieser Altersgruppen abgestimmt. Ihr Kind soll sich bei uns in erster Linie austoben können, neue Freunde finden und vor allem viel Freude und Spass haben.

Und haben Sie gewusst? Verletzungen sind im BJJ viel seltener, als z.B. im Fussball oder bei anderen bekannten Ballsportarten.

Fitness und Fun

Brazilian Jiu-Jitsu ist nicht nur Selbstverteidigungs- und Wettkampfsport, sondern bietet ein totales Körperwork-out. Alle Muskeln werden gleichmässig beansprucht.
Du musst dich nicht mit langweiligen Fitnessübungen quälen, sondern kannst spielerisch und mit viel Spass den gleichen Erfolg erreichen: deine Kraft, deine aerobe sowie anaerobe Kondition, deine Reaktionsfähigkeit, deine allgemeine Leistungs- sowie Konzentrationsfähigkeit werden sich automatisch steigern.

Zum Brasilian Jiu-Jitsu gehören auch spezielle Atem- und yogaähnliche Übungen, die deinem Stoffwechsel weiteren Nutzen bringen werden.

Ein weiterer Unterschied zu anderen Kampfsportarten besteht darin, dass nicht, wie bei den meisten asiatischen Stilen, eine strenge hierarchische Rangordnung mit nahezu militärischer Disziplin herrscht. Die Trainer versuchen statt dessen, die Techniken in einer angenehmen und freundlichen Atmosphäre mit der Freude und Lebenslust der Brasilianer zu vermitteln, sowie den Teamgeist zu fördern.

BJJ als Selbstverteidigung für die Frau

Bei zahlreichen Selbstverteidigungskursen wiegen sich die Teilnehmerinnen in Sicherheit. Doch wie sieht die Realität aus? Man wird in eine Gasse gezogen, hingeworfen und ehe man kapiert was geschehen ist wirft sich der Angreifer bereits auf sein Opfer. Es fehlt die Zeit zu einem gezielten Schlag zum Hals oder zu den Augen, nichts mit einem dynamisch aussehenden Beinsteller mit anschliessender Handtaschen Kloppe. Alles geht viel zu schnell. WENN eine Frau eine Chance gegen einen schwereren Gegner hat, dann am Boden – also mit BJJ. Was macht ein Vergewaltiger? Er legt sich auf die Frau. Genau in diesem Moment kann sie das BJJ anwenden. Auch bei einem Gewichtsunterschied von 30-40 kg kann einem Gegner ein Arm gebrochen oder die Luft abgewürgt werden.

Sinnvolle Selbstverteidigung für eine Frau, beginnt aber weit vor dem Anwenden von “Techniken”, nämlich mit dem (er-) kennen von Situationen, eigenen Limiten und Möglichkeiten. Bein stellen, bösartiger Griff zum Hals oder Unterleib und dann davonrasen sieht auf Bildern toll aus, ist aber mit dem Storch zu vergleichen, der angeblich die Kinder bringen soll: Es ist eine schnelle Antwort, die weitere Fragen verhindert und den Fragenden zufrieden stellt.

Im BJJ hat eine Frau die Gelegenheit in einer kontrollierten Situation ohne Schmerzen und ohne verletzt zu werden zu spüren, wie viel der Kraft eines Angreifers sie mit Technik abzuwenden und zu kontrollieren vermag. Eine Frau, die nicht RICHTIG üben kann sich zu wehren, hat in einer echten Situation, in welcher der Angreifer nicht wie abgesprochen attackiert, KEINE Chance.

Anbieter von solchen “Schein-Selbstverteidigungskursen” und Videobänder wissen, dass sie gemeint sind. Wir möchten an dieser Stelle noch einmal betonen, dass sie z.T. mehr Schaden als Gutes anrichten. Sie vermitteln vielmehr ungerechtfertigte “Selbstsicherheit” und Vertrauen in eine mangelhafte Technik, die im Ernstfall fatal enden kann.

BJJ als zweite Kampfsportart für den “Kompletten Fighter”

Die meisten populären Kampfsysteme leben vom “Kampf aus dem Stand”. Inzwischen ist es jedoch fast überall bekannt, dass ein Fighter der sich “nur” im Stand wohlfühlt, einfache Beute für einen Bodenspezialisten ist. Das ist inzwischen ein Fakt, der mehr als genug bewiesen worden ist. Es ist VIEL einfacher einen Gegner auf den Boden zu bringen, als zu verhindern, auf den Boden gebracht zu werden. Inzwischen gibt es jährlich unzählige Veranstaltungen, bei denen sich Leute mit verschiedenen Kampfsporthintergründen in nahezu regellosen Kämpfen messen. Aber KEINER ist mehr so naiv bzw. leichtsinnig, als reiner “Standup-Fighter” anzutreten. Der Bodenkampf – die Spezialität des BJJ – gehört zum Repertoire jedes erfolgreichen Kämpfers.

BJJ ergänzt deshalb andere Kampfsportarten ideal. Karatekas, Boxer, Kickboxer, Muay Thai- oder Wing Tsung-Kämpfer, welche solche Veranstaltungen schon gesehen haben merken schnell, dass ihnen der Bodenteil fehlt. Mit BJJ können sie ihre Effektivität um ein Vielfaches steigern. Wer die Bodenwelt versteht, merkt schnell, dass der Standkampf nur ein kleiner Teil vom Ganzen ausmacht.